Feiyutech AK-4000

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feel free to move around.

Viel wurde schon über die unendliche filmische Freiheit geschrieben, wenn es um den Einsatz eines Gimbals geht. DJI machte die ersten Schritte in den Massenmarkt und sind bestimmt jedem geneigten Videografen ein Begriff. Feiyutech repräsentiert eher den berühmten „Chinaware“, wir stellen uns hier der Frage: „Muss es immer der Marktführer sein?“. Wir sehen uns den großen Bruder des AK2000 an. Markantester Unterschied: 2 Kg mehr an Beladungsmöglichkeit.

Gleich vorweg, wir verwenden für den Test unsere Canon EOS R samt Audiorekorder und Atomos Shogun. Der Gimbal, oder besser der Kameramann hat hier durchaus etwas zu tragen. Nicht nur monetär, nein auch Gewichtstechnisch.

Balance

Allen Gimbal gemein, ist das Prozedere des Ausbalancieren. Sieht es in den ersten Momenten noch sehr umständlich und kompliziert aus, so einfach geht es aber dann auch nach einigen Übungseinheiten von der Hand. Die korrekte Funktion des Gimbals hängt absolut von der korrekten Balance ab. Stimmt diese nicht, fängt der Gimbal an zu vibrieren und zum „stottern“. Nicht sehr angenehm und absolut nicht förderlich für das Videoprojekt.

Ist jedoch der Gimbal gut ausbalanciert, leistet er gute Dienste. Selbst ein angeflanschtes Canon EF 70-200 /f 2.8 bringt ihn nicht aus der Ruhe. Selbst eine C200 soll er stemmen können – dies wird in den nächsten Tagen noch getestet.
Videografen die jedoch gerne das Objektiv wechseln, werden viel Übung haben, nach jeder – noch so kleinen – Änderung muss neu balanciert werden. Dies scheint aber allen Gimbals gemein. Der Feiyutech bietet eine durchdachte Bedienoberfläche in Form eines kleinen Displays an dem man die ein oder andere Einstellung vornehmen kann. WiFi und Bluetooth sind ebenfalls an Bord. Hiermit lassen sich der Gimbal über die App steuern oder über WLAN die Kamera bedienen. Letzteres darf aber als etwas „holprig“ bezeichnet werden. Wirklich flüssige Bedienung kommt nicht auf.

Zubehör

Als Zubehör kann z.B. ein Rahmen aus Carbon gekauft werden. Dieser erleichtert das Handling deutlich. Auf Ihm finden dann auch diverse Monitore und Mikrofone bequem Platz. Man sollte jedoch darauf achten die Mikrofone nicht zu nah an der Kamera oder den Monitor zu platzieren. Hier könnten dann Lüftergeräusche mit aufgezeichnet werden. Abhilfe schafft hier ein Funkmikrofon welches direkt in den Rekorder als Multitrack aufzeichnet. Auf der Website des Herstellers kann etliches an Zubehör bestellt werden. Wer aber ein wenig begabt in Sachen Bastelei ist, der kann auch selbst Hand anlegen und das Rig kompletieren.

Update: broken!!!

Nach 4 Wochen im Einsatz gab unser Gimbal heute den Geist auf. Während eine Jobs, das ist wohl auch der „worst case“ eines jeden Videographen, gab unser AK4000 den Geist auf. Konkret konnte die vertikale Achse des Gimbals nicht mehr bewegt werden. Trotz Neustarts und erneuten ausbalancieren konnte die Achse nicht mehr wiederbelebt werden. Feiyutech verspricht Service für 1 Jahr. Hoffentlich stimmt das auch. Wir werden unseren Händler kontaktieren und die weitere vorgehensweise hier veröffentlichen. Nach kurzer Recherche im Internet ist der Servicepartner für Feiyutech in Deutschland ein Unternehmen Namens Foto März. Wir werden den Gimbal also zum Servicepartner senden und hoffen auf Reparatur. In den 4 Wochen kam der Gimbal gerade einmal für 3 Shootings zum Einsatz. Eine traurige Bilanz…

Schadensbild

Das Schadensbild beschreibt sich wie folgt. Der Gimbal wurde am Dual Handle Grip moniert und mit unserer EOSR samt 10-20 mm Objektiv beladen. Also in keinster Weise über dem Limit bezüglich Gewicht. Die ersten zwei Takes funktionierten wunderbar. Allerdings fiel beim dritten Take auf das die Vertikalachse nicht mehr zu bewegen war. Neustart und erneutes balancieren halfen alles nichts. Das gleiche Bild zeigt sich im übrigen auch bei Verwendung des Gimbals ohne dem Dual Handle Grip. Möglicherweise haben wir hier ein Montags-model erwischt. Wir bleiben dran, to be continued …

News

Nach einem heutigen Nachruf, erfahren wir das der Gimbal getauscht wird. Näheres erfahren wir leider nicht. Einzig das der Motor defekt war, wurde bestätigt. Vielleicht sind auch die Mikrovibrationen nunmehr Geschichte, man wird sehen.

1 Comment
  1. Tobias

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